Corona

Der neue Mensch

Spannend finde ich an den derzeitigen Debatten und auch an so vielen Debatten, wenn man zurückblickt, dass diejenigen, die man schützen will, nicht gefragt werden, was sie wollen. Wie so oft: Die Retter wissen besser, was für die Opfer gut ist. Zwangsläufig erschafft man dadurch diese zwei Polaritäten, doch sind sie real? Wer ist eigentlich Retter? Wer ist Opfer? Und wer kann das bestimmen? Braucht es nicht immer Retter, damit es überhaupt Opfer geben kann? Braucht es nicht Opfer, damit es überhaupt Retter geben kann? Was wäre wenn es weder noch gebe, wenn der Mensch entscheiden würde weder das Eine noch das Andere zu sein?

Maja Göschl 01.05.2020  (aus der Zeit in der Corona die Welt beschäftigt)

Begegnungen

Reich beschenkt

Luxuswägen und der Einkaufswagen mit gesamtem Hab und Gut eines Mannes, nebeneinander ordnungsgemäß eingeparkt. Scheinbar verschiedene Welten.

Innen, in einem Restaurant, bei gemeinsamem Speis und Trank und tendenziell problemlastigen Gesprächen, begegnete mir der friedliche und herzliche Blick eines älteren Clochards.

Das Lächeln und die unmaskierte Offenheit seiner Seele, die über seine Augen strahlte, versüßten mir den Abend.

Als wir uns ansahen gab es keine Trennung zwischen uns, keine relevanten Unterschiede und auch keine Probleme in diesem bezaubernden Moment.

Ein „armer“ Mann beschenkte mich reich und rückte augenblicklich meine Perspektive wieder zurecht.

Maja Göschl, 26.01.2020

Allgemein, Gedanken

Subtile Welten abseits der Formen

Die Tage und Nächte vor dem heutigen Vollmond waren sehr intensiv. Habt ihr es auch gespürt?

Ich wurde gefragt wie es mir geht und antwortete:

„Ich bin erschöpft und zugleich erfüllt. Die letzten Tage war ich intensiv mit inneren Bildern, Emotionen, Träumen, Sehnsüchten und subtil wirkenden Energien meiner Familie und meiner selbst beschäftigt. Solche Zeiten kommen immer wieder und erfordern die Präsenz meines ganzen Wesens, kosten Kraft, beleben und inspirieren. Es war als seien Raum und Zeit nicht existent. Beziehungen wurden vertieft. Es wurde verbunden und getrennt, getrennt und verbunden, mutig hingeschaut, ängstlich weggeschaut, gegenseitig gespiegelt, nicht aus der Verantwortung entlassen, Übergänge teilweise schmerzvoll durchlebt, um Neues erschaffen und Altes mehr wertschätzen zu können. Regressionen, Visionen und Gespräche über Inhalte die für Einige wahrscheinlich kryptisch oder zumindest sehr abstrakt klingen würden, haben uns bestimmt. Subtile Welten abseits der Formen forderten Aufmerksamkeit und wir gaben ihnen Raum.

Wenn solche Zeiten anbrechen und wir uns bereitwillig auf diese Ebenen einlassen, scheint fast alles um uns herum stehenzubleiben. Es ist als würde uns die geistige Welt schützen, indem sie uns formal Unbedeutendes und Ablenkendes, vom Leib hält um tieferes Erkennen zu ermöglichen.

Danke der Nachfrage! Und wie geht es dir?“

Maja Göschl

12.12.2019

Feiertage und Feste

Halloween- Zeit der Sammlung und des Wandels

Ob Halloween, Allerheiligen oder Allerseelen, es ist die Zeit die sich thematisch um den Tod, den Wandlungsprozess dreht.

Für die Kelten begann der neue Jahreszyklus im November, zu Samhain (englisch: Halloween) was soviel heißt wie „Jahresende, Zeit der Sammlung“.

Die Pflanzen lassen alles los was sie nicht mehr brauchen und ziehen sich mit ihrem Lebenssaft zurück. Dafür sind die zersetzenden und verdauenden Lebewesen (z.B.: Pilze) in Höchstform.

Die Kelten glaubten, dass in der Halloweennacht die Totengeister ausschwärmen und um milde Gaben und Speisung bitten. Wenn man ihnen mit Wertschätzung begegnet und ihnen etwas gibt, segnen sie die Lebenden und spuken und ärgern nicht mehr, so heißt es.

Im übertragenen Sinne könnte das Folgendes bedeuten:

Nehmen wir uns in dieser dunklen und nebeligen Zeit bewusst Raum für den Wandel in uns, die Aspekte unseres Lebens (Ängste, Sorgen, Sehnsüchte, Sichtweisen etc.) die wir so nicht mehr brauchen (Totengeister) und die in Wertschätzung (wahrnehmen weshalb und dass es sie gebraucht hat, um heute so zu sein wie man ist) losgelassen werden wollen. Betrachten wir sie und spüren ihnen nach (zersetzen und verdauen wie die Pilze) um nicht unbewusst, unnötigen seelischen und geistigen Ballast (das Spuken und Ärgern der Geister) in das neue Lebensjahr mitzunehmen.

Denn wie der Baum der die heurigen Blätter nun loslässt, um sie durch diverse Organismen zersetzen und zu Nährstoffen umzuwandeln, damit im Frühling frische, neue sprießen können, sind wir auch angehalten mit unseren veralteten seelisch geistigen Anteilen Frieden zu schließen, sie loszulassen und zu Nährendem umzuwandeln, um im kommenden Jahr wieder in neuer Kraft erblühen zu können.

Ich wünsche euch einen bewussten und spannenden Wandlungsprozess!!!

Maja Göschl

Allgemein

Es ist doch nur Fußball

Vor Kurzem sagte jemand zu mir, mit dem ich über bestimmte Erlebnisse eines meiner Söhne redete:“ Es ist doch nur Fußball.“
Ich bin zwar nicht besonders fußballaffin, doch haben mich diese Worte länger begleitet und immer wieder beschäftigt. Meine Erfahrungen mit Fußball waren zwar nicht nur, aber auch geprägt von meinen drei Kindern und etwas in mir verlangte eine Ergänzung dieses Satzes, denn ich finde, dass Fußball nicht einfach NUR Fußball ist. Zumindest nicht für diejenigen die ihn ausüben.
Es ist das Erfahrungsfeld auf dem sie sich gerade bewegen, für das sie sich entschieden haben. Es ist Teil von ihnen, die Spielwiese für Emotionen, Gefühle, Handlungen und ihre Folgen. Es bietet ihnen die Möglichkeit sich gemeinsam mit ihrer Umwelt zu erfahren und zu entwickeln, sich Ängsten zu stellen und sie zu überwinden, Körper und Geist zu schulen, Grenzen auszutesten, Teamgeist und Wertschätzung zu erfahren, zu strahlen, zu siegen, zu fallen, lernen wieder aufzustehen, lernen mit Druck umzugehen, Einheit von Körper und Geist zu erfahren, Disziplin zu entwickeln und noch so viel mehr.
Ja, es könnte auch jede andere Tätigkeit sein. Es bedeutet nicht, dass Fußball das Maß aller Dinge ist sondern, dass egal auf welchem Spielfeld des Lebens wir uns gerade befinden, wir ihm mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und Wertschätzung begegnen sollten, denn letzen Endes dreht sich alles um die Entwicklung des Bewusstseins. Ohne die Entwicklung der Einzelnen, auch keine Entwicklung der Gemeinschaft. Wir sind verbunden und jeder noch so klein zu scheinende Schritt in der Entwicklung einer einzelnen Person, kann zum Lawineneffekt in Bezug auf die Gemeinschaft führen.
So können die Erfahrungen die ein Kind beim Fußball macht, es maßgeblich prägen und die Herangehensweise und Ernsthaftigkeit jedes einzelnen Beteiligten entscheidet darüber in wieweit die Möglichkeiten dieses Spielfeldes des Lebens, ausgeschöpft werden oder nicht.
Es ist ein menschlicher Trugschluss zu glauben, dass es wichtigere und weniger wichtigere Bereiche gibt, wichtigere oder weniger wichtige Hobbies oder Jobs. Es gibt oft nur zu wenig Wertschätzung und Bewusstheit für den jeweiligen Sinn und die Zusammenhänge.
Egal wofür man sich gerade entschieden hat, es ist das Bewusstsein über den Wert des Moments und das Erkennen seiner Möglichkeiten, das entscheidet ob es ein „nur Fußball“ bleibt oder ein wunderbares Spielfeld des Lebens.
Maja Göschl, 21.02.2019

Feiertage und Feste

Gedanken zum Frauentag

Ein Tag als Erinnerung daran, dass es nicht immer so wie heute war und VorreiterInnen für die elementaren Grundrechte der Frau, viel kämpfen und riskieren mussten. Eine Erinnerung die es heute noch immer braucht und die Mut machen soll, das Bewussstsein über die Wichtigkeit des harmonischen Wirkens zwischen männlicher und weiblicher Kraft zu stärken. Es ist auch ein Tag der aufzeigt, dass es höhere Ziele gibt für die es manchmal durchaus Sinn macht persönliche Befindlichkeiten hinten anzustellen. Danke an alle Frauen und Männer die das Bewusstsein darüber haben, dass Schöpfung ein Zusammenspiel beider Energien bedeutet und die den Mut haben, dazu zu stehen, denn letzten Endes sind wir alle am kraftvollsten wenn wir aus der Einheit handeln.

Maja Göschl. 8.März 2019

Feiertage und Feste

Abenteuer ohne Stornoversicherung

 

Kein Baby wurde je geboren ohne, dass vorher ein Embryo gestorben wäre.

Kein neues Jahr hat je begonnen, ohne dass das vorige vergangen wäre.

Kein neues Bewusstsein ist je entstanden ohne, dass das alte dafür Platz machen musste.

An Manches erinnern wir uns bewusst, Anderes haben wir vergessen.

Leben ist dynamisch.

Alles Vergeht und hat zugleich Bestand.

Ein Paradoxon, dass wir mit unserem Gehirn nur schwer erfassen können,

in der Tiefe unseres Wesens jedoch, als  Schöpfungskraft, in uns tragen.

Was können wir verlieren?

Alles dessen Zeit zu gehen gekommen ist.

Was können wir gewinnen?

Alles was reif ist neu geboren zu werden.

Es ist ein Abenteuer ohne Stornoversicherung.

Es ist ein Sprung auf die ungezähmten Wellen des Lebens.

In diesem Sinne wünsche ich uns Allen

ein dynamisches Jahr 2019!

Maja